TSG Seckenhausen/Fahrenhorst zieht sich aus JSG mit dem TV Stuhr zurück

23.03.2019
23.03.2019

Nach dem Führungswechsel in der Abteilungsleitung beendet die TSG Seckenhausen/Fahrenhorst im Jugendbereich die Zusammenarbeit mit dem TV Stuhr und zieht sich nach der laufenden Saison aus der Jugendspielgemeinschaft, die seit der Saison 2013/14 Bestand hat, zurück.

 

War man zu Beginn der Zusammenarbeit noch von der Notwendigkeit überzeugt, den demografischen Veränderungen im Jugendfussball, die ja klar existent und nicht von der Hand zu weisen sind, mit der JSG wirksam entgegen zu steuern, ist man bei der TSG mittlerweile wieder zu einer anderen Meinung gelangt. Aktuell stellt sich die Situation in den Seckenhausener Jugendmannschaften nämlich anders dar, als noch 2013 und man wird zu Beginn der neuen Spielzeit durchgehend von den G- bis zu den A-Junioren in jeder Altersklasse mit mindestens einer eigenen Mannschaft im Spielbetrieb vertreten sein können. Da beim TV Stuhr einige Jahrgänge so gut wie komplett fehlen, sieht die Situation an der Pillauer Strasse hingegen ganz anders aus. Vermutlich auch ein Beweggrund, warum sich die Mehrheit der Seckenhausener Jugendtrainer in den jüngeren Altersklassen gegen den Fortbestand der JSG ausgesprochen hat und für die Eigenständigkeit plädiert haben soll. Eine weitere Zusammenarbeit scheint da aus dem Seckenhausener Blickwinkel derzeit tatsächlich unnötig.

 

Ein weiteres entscheidendes Argument der neuen Seckenhausener Führungsriege für die Auflösung der JSG ist, daß in den Seckenhausener Herrenteams zu wenig Spieler aus der gemeinsamen Jugendarbeit angekommen sind und einige Seckenhausener Jugendspieler am Ende ihrer Zeit im Jugendfussball in Stuhr und nicht bei der TSG landeten. Eine Entwicklung übrigens, die Skeptiker bereits zu Beginn der JSG auf beiden Seiten befürchteten, die man aber bilateral in Kauf nahm, da man sich noch ganz selbstbewußt sicher war, die Spieler, die letztlich immer selbst entscheiden, würden ihre Priorität auf den Heimatverein legen.

 

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht im Detail auf einzelne Entscheidungen bzw. Fehlentscheidungen oder Fehlverhalten in den für die JSG verantwortlichen Gremien beider Vereine und in den JSG Teams in den letzten Monaten eingehen, denn da haben alle Verantwortlichen ganz sicher ihren Beitrag dazu geleistet, daß am Ende wenig harmonisch gegenseitiger Argwohn und eigene Interessen in den Vordergrund gerückt sind. Gründe, die für eine Auflösung sprechen, gibt es daher ganz sicher auf beiden Seiten, die Bemühungen, die JSG weiter aufrecht zu erhalten und vor allem für die beteiligten Spieler zu kämpfen, gingen allerdings seit dem Aufkommen erster Anzeichen, daß es zu einer Abspaltung kommt, nur noch vom TV Stuhr aus. Allen Widrigkeiten, Gegensätzen und Meinungsverschiedenheiten zum Trotz sieht man sich beim TVS in erster Linie den erfolgreichen Mannschaften, sowie den mittlerweile gewachsenen Strukturen und einzigartigen Konstellationen in den JSG-Teams verpflichtet. So erfolgt die Trennung nun also nicht in beiderseitigem Einvernehmen und alles andere, als im Guten. Immerhin tritt die TSG mit ihrem "SEXIT" aber auch den eigenen ambitionierten Spielern in den Bezirksligamannschaften der JSG mit Anlauf in den Hintern.

 

Unehrlich, Unglaubwürdig, Seckenhausen

 

Es wird also leider wahr, was mit Aufnahme der Geschäfte der neuen Spartenleitung in Seckenhausen fast schon zu erahnen war. So wusste man in Moordeich durch den bestehenden Kontakt schon Ende Dezember, als die Entwicklung in Seckenhausens Fussballabteilung noch gar nicht abzusehen war, von den Ansichten des neuen Abteilungsleiters. Aus diesen Ansichten werden durch die Vorstandswahl nun Absichten und Fakten, die man beim TV Stuhr schlußendlich akzeptieren muss und wird, auch wenn Ende Februar in einem Artikel der Regionalen Rundschau ("Ein neues Team für das Wir-Gefühl" - 25.02.2019) noch öffentlich bekräftigt wurde, dass ein Aus der JSG mit dem TV Stuhr nicht das Ziel der künftigen Seckenhausener Spartenleitung ist. Nur wenig später dann die Kehrtwende. Doch damit nicht genug, verweigerte man von TSG-Seite her bis heute einen Diskurs, informierte den TV Stuhr erst spät und stellte die Stuhrer Verantwortlichen dann lediglich vor vollendete Tatsachen. Und auch das, alles andere als auf eine charmante Art und Weise.

 

Damit hat man letztlich aber auch beim TV Stuhr schnell verstanden, daß es keine Kompromisse mehr geben wird. Die Planungen für die neue Saison ohne die JSG mit der TSG Seckenhausen haben daher begonnen und die Blicke gehen nach vorn. Und wer weiß schon, ob man in Stuhr nicht überraschen kann und am Ende sogar gestärkt aus dieser Trennung hervorgeht. Nach der Enttäuschung über das Seckenhausener Verhalten überwiegt mittlerweile jedenfalls auch durchaus die Erleichterung. In einem Gespräch vom 16.03.2019 mit Seckenhausener und Stuhrer Verantwortlichen, das nicht mehr die endgültige Entscheidung, sondern das Auflösungsverfahren zum Inhalt hatte, wurde nämlich ganz deutlich, daß eine Diskussion bzw. ein Dialog zwischen beiden Parteien an sich auch gar keinen Sinn mehr macht. Selbst die besten Argumente würden im Aktionismus der "Seckenhausen First"-Euphorie pulverisiert, der Seckenhausener Selbstverwirklichung ist in dieser Phase nicht ansatzweise beizukommen. Was soll man auch noch sagen, wenn Seckenhausens neues Establishment philosophisch fragt "Wie ist denn die Definition von Erfolg?" und die Tabellenführungen in den C- und B-Juniorenbezirksligen ausdrücklich nicht als solchen betrachtet? Sportlicher Erfolg sei kein Seckenhausener Schwerpunkt, in gleichem Atemzug wird aber auch von leistungsorientierten Mannschaften mit Gastspielrechten externer Spieler bei der sich neu aufstellenden TSG Seckenhausen gesprochen. So wird auch konkret angestrebt, die Stuhrer Spieler der aktuellen U17 als Gastspieler für eine neue ambitionierte Seckenhausener A-Juniorenmannschaft zu gewinnen. Wieso lässt man dann das erfolgreiche Team nicht gleich weiter als JSG-Team spielen? Aber nicht nur auf Stuhrer Spieler, sondern überraschenderweise auch auf Stuhrer Funktionäre hat man es bei der TSG abgesehen und bringt sich schon seit einiger Zeit entsprechend in Stellung. Zumindest bisher aber ohne Erfolg...

 

Gute Miene...

 

Bereits im August 2018 hat sich die TSG des ursprünglich von ihnen selbst angelegten JSG Facebook-Accounts entledigt und uns dieses Konto komplett alleine administrieren lassen. Seit einigen Wochen bewirbt die TSG die Spiele der JSG-Teams aber wieder aktiv und leidenschaftlich u.a. durch selbst erstellte bunte Grafiken auf ihrem Facebook- und Instagram-Account, obwohl man für sich frühzeitig mit der Entscheidung im Klaren war, der JSG den Rücken zu kehren. Offensichtlich hält das Seckenhausener Social-Media Team nichts davon ab, das Saubermann-Image der TSG mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ganz zynisch auf Kosten der Spieler weiter zu pflegen.

 

Zum Abschluß noch ein kleiner Hinweis für alle Wettbewerber der C- und B-Junioren Bezirksligen, in denen die JSG Stuhr mitstreitet. Sollten die U15- und U17-Teams der JSG Stuhr/Seckenhausen auch am Ende der Saison tatsächlich die ersten Plätze belegen, wird man jeweils das Aufstiegsrecht in die Landesliga nicht wahrnehmen! Damit kann der ein oder andere Verfolger oder Spieler jetzt vielleicht frühzeitig besser planen.

 

Jetzt bleibt nur noch, uns bei allen Visionären, Unterstützern, Befürwortern, Trainern und Spielern der JSG, die das Projekt in den vergangenen knapp sechs Jahren getragen haben, zu bedanken. Wir teilen viele schöne Erinnerungen und konnten Titel und Erfolge feiern (was scheinbar nur im Sinne des TV Stuhr war). Am 16.06.2019 wird die JSG Stuhr/Seckenhausen dann mit Abpfiff der Begegnung der U17 III beim TuS Sudweyhe II nur noch eine Episode in der Geschichte der TSG Seckenhausen/Fahrenhorst und des TV Stuhr sein. Es war uns eine Ehre, mit vielen tollen Spielern auf eine so unglaubliche Reise gegangen zu sein! Bleibt, wie Ihr seid und macht´s gut! Wir sehen uns auf dem Platz.

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