Wenn´s läuft, dann läuft´s

07.11.2022

 

Der TV Stuhr setzt seine Siegesserie fort und gewinnt mit 1:2 (0:1) beim SV Jura Eydelstedt. Allerdings kamen die drei Punkte gegen sehr körperlich agierende und physisch überlegene Gastgeber schon sehr glücklich zustande. Die Mannschaft von Trainer Daniel Bischoff und Maik Stahnke, die am Samstag ohne die erkrankten Stefan Blasy und Marvin John an der Seitenlinie auskommen musste, hat sich den Auswärtsdreier aber durch beherzten Kampf und viel Zusammenhalt durchaus verdient, auch, wenn nicht wenige ein Unentschieden nach 90+5 Minuten für angemessen hielten. Vom Spielverlauf und den Spielanteilen her, vor allem im zweiten Durchgang, hätte es sogar andersherum laufen können.

 

Der TV Stuhr begann stark und ließ die Platzherren in den ersten knapp 20 Minuten durch offensives Pressing überhaupt nicht ins Spiel kommen. Mit Glück und Geschick sorgte Jesco Wehrhahn in dieser Phase durch einen abgefälschten Schuß auch für das 0:1 (14.). Danach ließ sich der TVS aber immer mehr auf das Spiel der Gastgeber ein und war eigentlich nur noch mit der Verteidigung langer Bälle der Eydelstedter beschäftigt. Der SV Jura versuchte eigentlich über die gesamte Spieldauer nicht, spielerische Lösungen gegen die im Altersdurchschnitt wieder sehr junge Stuhrer Mannschaft zu finden.

 

Im zweiten Durchgang kamen die Stuhrer kaum noch vor das Tor der Gastgeber. Auf der anderen Seite scheiterte der SV Jura zunächst mit einem Kopfball an der Querlatte des von Finn Bang gehüteten Stuhrer Tores (53.), der am Samstag durch viele starke Aktionen maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft hatte. In der 66. Minute war er allerdings machtlos, als er aus dem Gewühl heraus zunächst noch parierte, der Ball im Anschluß aber irgendwie im Tor landete. Zu allem Überfluß sah Innenverteidiger Henning Sawall, seit Wochen in bestechender Form, in der 77. Minute wegen angeblichen Nachtreten auch noch die Gelb-Rote Karte. Als man sich schließlich in Unterzahl leidenschaftlich Richtung Spielende kämpfte, gelang dem TVS dann überraschend doch noch der große Coup. Der eingewechselte Niklas Lott schloss unmittelbar vor dem Abpfiff einen letzten Konter zum umjubelten 1:2 ab (90.+4).